Der Kreuzplatz soll lebenswerter werden

Stadt Biel
Stadt Biel

Biel/Bienne,

Die Stadt Biel plant eine Neugestaltung des Kreuzplatzes, um mehr Lebensqualität, Sicherheit und attraktive Räume für Fussgänger und Velofahrer zu schaffen.

Blick auf die Altstadt von Biel.
Blick auf die Altstadt von Biel. - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie die Stadt Biel berichtet, ist der Kreuzplatz ein wichtiges Subzentrum mit hoher stadträumlicher Bedeutung. Heute ist der ehemalige Dorfkern von Madretsch vor allem ein Verkehrsknotenpunkt.

Gleichzeitig hat der Kreuzplatz eine wichtige Funktion als Quartierzentrum zu erfüllen: rund um die Kreuzung konzentrieren sich viele Dienstleistungsangebote wie Geschäfte, Restaurants, Schulen, Gebetshäuser, Bushaltestellen und das QuartierInfo Madretsch.

Die Strassen können jedoch nur an wenigen Stellen überquert werden, die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr ist eingeschränkt und der öffentliche Raum ist eng, wenig attraktiv und entspricht nicht den Zielen der Klimaanpassungsstrategie.

Mehr Raum und neue Impulse für das Quartier

Die Stadt Biel will den Kreuzplatz deshalb neu gestalten mit dem Ziel, mehr Raum für das Stadtleben zu schaffen. Gleichzeitig plant die Migros einen Neubau an der Brüggstrasse und im Schnyder-Areal entstehen neue Wohnungen.

Das Quartier wird durch diese vielfältigen Massnahmen eine bedeutende und kohärente Aufwertung erfahren, welche die Lebensqualität im Quartier erheblich verbessern wird.

Mitwirkung und Verkehrsstudie als Basis

Ende 2023 konnten im Rahmen eines Mitwirkungsprozesses die Quartierbevölkerung und Menschen, die den Kreuzplatz tagtäglich nutzen, bei verschiedenen Gelegenheiten wie einer Online-Umfrage, dem offenen Wohnzimmer auf dem Kreuzplatz und Workshops ihre Anliegen und Wünsche einbringen.

Im Jahr 2024 wurde als Grundlage für die Erarbeitung der Gestaltungsmassnahmen eine Verkehrsstudie erstellt, mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, bessere Bedingungen für den Veloverkehr zu schaffen und einen reibungslosen Betrieb des öffentlichen Verkehrs zu gewährleisten.

Auf dieser Grundlage hat sich der Gemeinderat für eine Verkehrsführung an der Kreuzung ausgesprochen, die es ermöglicht, diese Ziele zu erreichen und gleichzeitig den Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Dialogverfahren stärkt Mitwirkung

Zur Erarbeitung eines Gestaltungskonzepts und zur Qualitätssicherung der geplanten Aufwertungsmassnahmen wird nun ein Dialogverfahren mit einem interdisziplinären Projektteam und einem Begleitgremium durchgeführt.

Der Vorteil dieses mehrstufigen Prozesses besteht darin, dass die Stadt agiler auf den Projektverlauf reagieren kann und der Dialog zwischen Stadt, Quartier und Expertinnen und Experten gestärkt wird. Der Gemeinderat hat zu diesem Zweck einen Verpflichtungskredit von 357'000 Franken genehmigt.

Die Bevölkerung soll bei der Projektentwicklung erneut mit einbezogen werden. Nach Abschluss des Dialogverfahrens und vor der weiteren Vertiefung in Form eines Vorprojekts soll die Mitwirkung in geeigneter Form weitergeführt werden.

Dabei sollen, wie schon 2023, Menschen, die den Kreuzplatz tagtäglich nutzen, bei verschiedenen Gelegenheiten wie einer Online-Umfrage, dem offenen Wohnzimmer auf dem Kreuzplatz und Workshops ihre Anliegen und Wünsche einbringen.

Projektierung startet 2026

Die Durchführung des Dialogs, die anschliessende Partizipation und die Erarbeitung des Vorprojekts erfolgen 2025. 2026 soll mit der Projektierung gestartet werden, die bis Mitte 2027 dauert. Im Anschluss kann der Kreditantrag für die Realisierung gestellt werden.

Der Baustart muss aufgrund der Subventionen des Agglomerationsprogramms spätestens im Jahr 2028 erfolgen.

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